Zwischennutzungskonzepte für Dubai

Trotz der Pleite wird in Dubai weiter gebaut. Doch was, wenn die vielen Wolkenkratzer mangels Mieter leer stehen? Vorschlag: kreative Zwischennutzung.

Zwischennutzung boomt und ist für Eigner noch dazu reichlich effizient. Die Gebäude stehen nicht leer, fallen so zumeist keinem Vandalismus zum Opfer und sogar Mieteinnahmen gibt’s wenngleich sie sehr gering sein sollten.

Zwischennutzer sind oft Start-Ups, Kreative, Pioniere aus den verschiedensten Bereichen. Würde ein solch „frischer Wind“ Dubai nicht sogar gut tun? Schließlich muss das Image des Emirates wieder aufpoliert werden.

Aus den aktuellen Debatten um die Gentrifizierung – die Veredelung der Stadt –  wissen wir, dass derartige Zwischennutzungen den Ort hip und beliebt machen, auch wenn es so genannte „schlechte Ortslagen“ sind.

Wie das gelingt? Ganz klar: Zuerst kommen die Pioniere, starten kreative Aktionen und machen die Sache interessant und bekannt, hip und begehrt. Dann kommen die Investoren, kaufen die zwischengenutzten Objekte und polieren sie und ihr Umfeld noch mal auf, treiben Mieten in die Höhe.

Dann ziehen Yuppies in die überteuerten Objekte ein – denn sie sind nunmehr die Einzigen, die sich das Ganze leisten können. Und zack, haben wir einen so genannten „veredelten Ort“, in dem eine hohe Kaufkraft und Umsatz herrscht. Das wiederum bedeutet natürlich einige Einnahmen für Stadt und Staat und die braucht Dubai augenscheinlich verdammt dringend.

Das in Dubai weiter gebaut wird ist für die Baubranche nicht schlecht. Sollten die Gebäude für Zwischennutzungen und damit für eben diese Pioniere tatsächlich frei gegeben werden, könnte es eine Chance für Dubais Image und Emirateskasse sein.

Nach derzeitigem Stand, werden die Hälfte aller Bürogebäude nach ihrer Fertigstellung als „Geistertürme“ ungenutzt sein. „Bauen für den Leerstand ist unangenehm“. Aber wer zaubert ein gutes Zwischennutzungskonzept aus der Tasche und wer will Dubaier Bürogebäude überhaupt zwischennutzen?

TS

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