Wunschkonzert

Im Hamburger Schauspielhaus wird am 2. November 2012 klar, dass das Leben eigentlich kein „Wunschkonzert“ ist. Das Stück „Wunschkonzert“ von Franz Xaver Kroetz, in der Inszenierung von Christine Gerstner, zeigt uns, wie uns der Alltag verschluckt und einsam macht – gestern wie heute.

Wunschkonzert - ein Stück von Franz Xaver Kroetz im Hamburger Schauspielhaus, Bild: http://www.schauspielhaus.de

Wunschkonzert – ein Stück von Franz Xaver Kroetz im Hamburger Schauspielhaus, Bild: http://www.schauspielhaus.de

Fräulein Rasch (Hedi Kriegeskotte) ist eine ganz normale Frau mittleren Alters, die einen ganz normalen Alltag zu haben scheint: Aufstehen, Arbeiten, Einkauf, Haushalt, Entspannen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten, Einkauf, Haushalt, Entspannen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten, Einkauf, Haushalt, Entspannen, Schlafen…

Um sie herum herrscht Stille. Das Leben spielt sich scheinbar draußen ab. Fräulein Rasch braucht keine großen Worte, oder hat sie keine großen Worte? Franz Xaver Kroetz scheint eine Studie über die Vereinsamung der Menschen inmitten der Gesellschaft und im „ganz normalen“ Alltag zu zeichnen. Ein Stück, dass zwar bereits 1973 uraufgeführt wurde, aber heute genauso aktuell wie damals ist und das man natürlich gesehen haben sollte.

Wunschkonzert

02.11.2012
Schauspielhaus Hamburg
20:00 Uhr, Rangfoyer
von Franz Xaver Kroetz
Regie: Christine Gerstner

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