Wohnen am Wasser – Auf zu neuen Ufern

Die Dortmunder haben aus einer ehemaligen Industriebrache einen neuen Stadtteil namens Phoenix geschaffen, der kaum Fragen offen lässt.

Phoenix Dortmund - ein neues Stadtgebiet entsteht

Bild: Mit freundlicher Gemehmigung der Wirtschaftsförderung Dortmund

Das Gebiet, das heute das Phoenixareal und den Phoenixsee umfasst, war eine Brache der Stahlindustrie. Jetzt ist es eine 200 Hektar große multifunktionale, städtebauliche Entwicklungsfläche. Wer sich diese Dimensionen nicht vorstellen kann, denke an etwa 300 Fußballfelder.

Nach der IBA Emscherpark haben die Dortmunder 2005 mit den Arbeiten am neuen Entwicklungsgebiet Phoenix begonnen. Der bis vor kurzem unterirdisch verlaufende Fluss, die Emscher, wird frei gelegt, Grünflächen für Flora und Fauna zurück gewonnen, ein See geschaffen und kombiniert wird das mit neuen Lebens- und Arbeitsräumen für den Menschen.

Leben, Wohnen, Arbeiten
Zugrunde liegt eine hohe ökologische und attraktive Planung, die die Lebensqualität in und um Dortmund steigern soll. Das Phoenixgebiet umfasst den See mit einer 24 Hektar großen Wasserfläche, einen Park, 1000 Wohneinheiten und Platz für etwa 5000 Arbeitsplätze. Auf der nördlichen Uferseite wird es ruhige Wohngebiete geben. Daran anschließend entsteht ein Hafengebiet, das eine belebende Infrastruktur erhält und sowohl Wohnen, als auch Arbeiten, Einkaufen, Gesundheit, Kultur, Sport- und Freizeitmöglichkeiten miteinander verknüpft. Nicht nur das soll kombiniert werden, auch die Ansprüche in den verschiedenen Lebensstilen und Lebensphasen der Menschen werden berücksichtigt. Eine drei Kilometer lange Uferpromenade soll für Spaziergänger, Skater und Radfahrer ausgebaut werden.

Der Pegel des Phoenixsees wird noch steigen

Bild: Mit freundlicher Gemehmigung der Wirtschaftsförderung Dortmund

Für Flora und Fauna
Nicht nur der Mensch steht im Mittelpunkt, auch die Natur. Im nordöstlichen Seebereich werden Naturräume zur Regeneration und auch als Rückzugsmöglichkeit für Flora und Fauna eingerichtet. So ist ein ökologisches Gleichgewicht möglich und der See bleibt nicht nur von Menschen belebt. Tiere, die sich ansiedelten, während das Gebiet brachlag, bekommen nicht nur mit dem See, sondern auch mit dem Phoenix Park einen attraktiven Lebensraum zurück.

Derzeit wird der See geflutet. Seinen Normalpegel hat er Anfang bis Mitte 2011 erreicht. Wer den Phoenixsee besucht und sich das Areal mal genauer anschauen möchte, kann derzeit noch dem Wasserstand beim Steigen zusehen.

Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der Stadt Dortmund, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

TS

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