What a Man!

Ein Kinofilm voller Kurzweile, schönen Szenen und Dialogen und sehr ehrlich.

What a Man!  Ein Kinofilm voller Kurzweile, schönen Szenen und Dialogen und sehr ehrlich.

What a Man, www.whataman.de

Matthias Schweighöfer ist in „What a Man“ Hauptdarsteller, Ko-Autor, Regisseur und Produzent und wir geben zu, das hat er richtig gut gemacht. Wir haben uns keine Sekunde gelangweilt, haben keine durchgelutschte, vorhersehbare Handlung gesehen. Wir haben gelacht und gedacht und eben keine Mann-Frau-Klischee-Dialoge gehört. Stattdessen gab es schöne Szenen, Klasse Schauspieler, ehrliche Dialoge und frischen Wind. Vor dem Film wurde von einigen Seiten, so zum Beispiel vom Spiegel geunkt: der Film wäre ein Schweiger-Film-Abklatsch und Schweighöfer wäre damit ein Klon Schweigers. Das können wir NICHT bestätigen!

Wann ist ein Mann ein Mann, darum geht’s!
Vor allem um die Frage, was heute, was jetzt einen Mann eigentlich ausmacht und das ist gar nicht so einfach. Matthias Schweighöfer als der liebevolle Lehrer Alex, wird von seiner Freundin Caro (Mavie Hörbiger), einer schrecklichen Zicke abserviert, weil die mit dem Macho-Nachbarn von oben drüber Abenteuer erleben will, die dann im Krankenhaus enden. Sie kann seine Freunde nicht leiden, schickt ihn rum, nutzt ihn aus und wirft ihn dann weg. Beinahe alles lässt er sich gefallen, selbst die Affensprüche des Nachbarn von oben drüber, Caros neuem Stecher.

Wie er ist!
Als er dann beschließt, dass es das nicht gewesen sein kann sind natürlich seine Freunde für ihn da. Echte Freunde. Sein verlässlicher Kumpel Okke (Elyas M’Barek – sehr gute Wahl, der Mann) gibt ihm Tipps, wie es bei ihm Frauentechnisch weiter gehen kann, da scheint er nämlich Ahnung zu haben und lässt Alex gar nicht erst in Trübsal abgleiten. Besonders das „traditionelle Türkische Gleichnis“ ist der echte Hit. Okke schleppt Alex zum Sport, zum Paintball, ins Kinka und sogar in den Wald zu einem echten „Männertraining“. Ganz nebenbei checken wir im entscheidenden Moment, dass wir ruhig auch mal auf die Oma (Lilay Huser) hören können.

Bei der strahlenden Freundin Nele aus Kindertagen (Sibel Kekilli – zauberhaft!) kommt er erst mal unter. Ihre liebe und goldig unkonventionelle Art reißt ihn mit. Vielleicht mehr, als er sich eingestehen will… Immer wieder steht die Frage im Raum: was will ich eigentlich und wer bin ich? Ein echter Mann, so erfährt er im Wald, muss vor allem wissen, was er will…Nicht einfach, aber schlussendlich lösbar. Von jemandem geliebt werden, der einen so nimmt, wie man ist und jemanden lieben, weil er so ist, wie er ist und lassen, wie er ist.

Warum „What a man“ sich von anderen absetzt
Der Film ist wirklich sehenswert, extrem kurzweilig und ehrlich. Ganz im Gegensatz zu Schweiger-Filmen, ist der Protagonist kein Klischee-Traummann, sondern einer, wie du und ich und seine Freunde eben auch – bis auf die Zicke, aber so was soll es ja auch geben. Was ihn sonst noch vom Schweiger unterscheidet? Schweighöfer versucht keine Unverwechselbarkeit mit gelbstichigen Bildern hochzustilisieren. Er bringt keine extrem flachen Witze – gut, vielleicht etwas viel Sahne. Er hat durch die Bank echt gute Schauspieler und kann auf Sportler, Sänger und andere NAMEN, die nicht unbedingt das Fach Schauspiel beherrschen, verzichten. Seine Geschichte ist tiefgründig, erzählt Erlebtes und zwar sowohl von Schweighöfer selbst, als auch von den anderen Mitwirkenden. Das Drehbuch ist hauptsächlich von Doron Wisotzky. Für die Produktion zeichnen sich auch Gabriela Bacher, Dan Maag und Marco Beckmann verantwortlich. Die Kamera führte Bernhard Jasper und den gelungenen Cast machte Emrah Ertem. „What a Man“ ist in Frankfurt am Main gedreht und zeigt schöne und typische Frankfurter Szenarien, Orte und Wohlfühlplätze.

Wer jetzt schon auf den Geschmack gekommen ist, aber erst heute Abend ins Kino kommt, der kann sich ja schon mal Appetit auf der netten What a man -Webseite holen und wird natürlich von Matthias Schweighöfer persönlich begrüßt. Da solltet Ihr mal in aller Ruhe herumsurfen und in keinem Fall unter der Kategorie „Videos“ die „Outtakes“ verpassen – die lohnen sich allerdings umso mehr, wenn man den Film zuvor gesehen hat.

Und am Ende des Tages sagen wir: Ja, wir wollen mehr! Mehr Filme, Herr Schweighöfer!
Dankeschön.

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