Völkl und Head auf der ISPO Munich 2012

In Halle A4 waren wir auf Suche nach den Rocker-Modellen, denn es gibt derzeit einige Debatten um die Ski-Rocker. Sind sie eine Revolution im Skibereich, wie die Einführung der Carver damals, oder werden sie überschätzt? Sicher ist: Ihr müsst Euch klar sein, was Ihr wollt. Richtige Rocker, oder so genannte Full-Rocker machen nur im Tiefschnee Sinn, nicht aber auf der Piste. Dafür haben die Hersteller die Rocker.Idee noch mehr ausgefeilt. Zumeist findet Ihr aber Allterrain-Rocker, die zwar vielseitig sind, aber hier und da einen Kompromiss eingehen.

Head-way
Bei Head haben wir uns vor allem zwei Sachen angeschaut: Die Chip-Ski mit dem Euer Ski sozusagen intelligent auf Eure Fahrweise und die Bedingungen reagiert und die neue Era 3.0 Technologie.

Bei den Chip-Ski, die Head seit mittlerweile 4 Jahren im Programm hat, gibt es echte Luxusmodelle mit fein eingearbeiteten Schieferanteilen, aber auch günstigere Modelle. Sie verfügen über so genannte Intellifibers, die in einem Winkel von 45° vor der Bindung einlaminiert werden und mechanische Impulse in elektrische Energie verwandeln können. Je härter Ihr dann fahrt, desto mehr Energie wird produziert. Und diese Energie wird dann wieder an die Intellifibers zurückgeleitet, sodass sie sich versteifen und dem Ski mehr Rückstellkraft und Torsionssteifigkeit geben. Das ist Physik und scheint wirklich zu funktionieren.

Die so genannte Era 3.0-Technologie sorgt für eine einfache Schwungauslösung. Es gibt nun einen Allride Rocker, einen Rocker also, kombiniert mit einer breiteren Skispitze, sodass die Steuerung einfacher und der Auftrieb erhöht ist.  Zudem soll mit der neuen Technologie der Kantengrip höher und der Kurvenwinkel kleiner sein. Und auch die Intellifibers sind bei ERA 3.0 Skiern dabei und zwar so weit vorne eingebaut, dass sie die Vibrationen in der Skispitze abfangen und nichts mehr flattern soll. Interessant.

Wohlfühlen mit Völkl
Deshalb sind wir gleich weiter zu Völkl gegangen und haben da mal nachgefragt, was sie so neues haben. Und das ist Einiges. Zuallererst möchten wir aber festhalten, dass Völkl komplett „made in Germany“ ist, genauer gesagt, made in Straubing und Penzberg – also eigentlich made in Bavaria. Und noch dazu hat Völkl 2011 bereits zum dritten Mal in Folge den ISPO Eco Responsibility Award gewonnen. In diesem Jahr bekam Völkl in der Kategorie On-Piste-Ski mit dem V-WERKS RTM mit Rocker-Technologie den ISPO AWARD 2012.

Dieser Der V-WERKS RTM ist absolut leicht und von der Entwicklung her vergleichbar mit den Neuerungen im Motorsport. In der Full-Rocker-Konstruktion wiegt er nur etwa 5,7 Kilogramm bei 176 cm. Was ihn so leicht macht ist der Holzkern und Seitenwangen mit innovativen Carboneinsätzen. Wir haben ihn gecheckt und sind wirklich angetan. Und es gibt noch mehr sinnvolle und wirklich brauchbare Neuerungen: So ist die größtmögliche Flexibilität mit den so genannten Code-Modellen gegeben, denn hier kommt es nicht auf die Länge an, sondern auf die Einstellung und die könnt Ihr mit Hilfe des Skifachverkäufers Eures Vertrauens jederzeit ändern. Zudem bieten die Codemodelle einfachste Schwungauslösung und die 3D-geformte Titanaloberfläche bietet Euch agiles Fahrverhalten und hohe Laufruhe bei jedweden Bedingungen. Bei den Race-Modellen, also Race und Mountain Race, zum Beispiel beim bewährten Racetiger hat Völkl einen so genannten Power Switch eingebaut.

Dieser Power Switch hat folgenden Sinn: Schwankt die Temperatur, oder nimmt die Vereisung zu- oder ab, könnt Ihr durch das Drehen des Switch am Skiende die Spannkraft der eingebauten Carbonstangen und damit die Härte des Skis verändern.  Auch eine echt klasse Sache, die Ihr unbedingt ausprobieren solltet.

Und – so erzählt uns Matthias von Völkl – haben sie auch vor kurzem in Zusammenarbeit mit der TU München Kinderski getestet und festgestellt, dass die Ski für ihre kleinen Probanden eigentlich zu hart waren. Sie haben sie nun leichter und weicher gemacht und ihnen den Vorteil des Rockers verliehen. Mit diesen neuen Modellen haben sie die Kleinen noch mal fahren lassen und festgestellt, dass ihnen damit das Skifahren leichter fällt und sie viel schneller auf ihnen fahren und kurven lernen. Das ist doch Klasse, denn bei vielen anderen Herstellern gehen die Kinder unter.

Wir haben uns bei Matthias, bei Völkl und deren Modellen wohler gefühlt.

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