Museum

Neurosen zum Selbermachen

Im Rahmen des Museumsuferfestes in Frankfurt am Main, das vom 23. bis 25. August wieder die Stadt am Main pulsieren lässt könnt Ihr im Museum für Moderne Kunst eure Neurosen selbst basteln. Also ran an den Speck, wer noch nicht genug davon hat!

Im Ernst: Derzeit läuft im Frankfurter Museum für Moderne Kunst, kurz: MMK eine Ausstellung über Franz West (1947-2012), mit dem Titel: „Wo ist mein Achter?“. Zu sehen sind West’s so genannte Passstücke – Skulpturen und großformatige Installationen, bei denen Ihr, die Betrachter, Teil des Werkes seid.
„Wenn man Neurosen sehen könnte, sähen sie so aus,“ sagte der Künstler über seine Werke und war überzeugt, dass durch die Benutzung seiner sogenannten Passstücke unbewusste Konflikte und Störungen zum Ausdruck gebracht werden.

Franz West - Wo ist mein Achter? Ausstellung im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main,  29. Juni – 13. Oktober 2013, http://www.mmk-frankfurt.de

Franz West – Wo ist mein Achter? Ausstellung im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main,
29. Juni – 13. Oktober 2013, http://www.mmk-frankfurt.de

Zu dieser Ausstellung hat die Crew vom MMK im Rahmen des Museumuferfestes einen echten Coup gelandet: In Anlehnung an die Aussage des Künstlers selbst, könnt Ihr am kommenden Samstag – nach einer spannenden Führung durch die Ausstellung – zwischen 16.00 und 17.30 Uhr Neurosen selber machen. Selber machen liegt ja voll im Trend und Neurosen gehören – anscheinend – zum guten Ton!

Was gibt es da noch zu zögern?! Auf zur Führung mit praktischer Übung in offener Werkstatt. Wir sind gespannt, was Ihr fabriziert! Bilder Eurer „Neurosen zum Selbermachen“ könnt Ihr selbstverständlich einsenden, wir werden Sie gerne der Öffentlichkeit vorstellen.

Na dann, viel Spaß!

Beatlemania macht dicht

Beatlemania muss schließen

Beatlemania muss schließen, www.beatlemania-hamburg.com

Weil keiner von Euch da war schließt jetzt die Erlebniswelt Beatlemania auf der Reeperbahn ihre Pforten. Bis 30. Juni hättet Ihr noch Zeit, mal schnell reinzuhuschen.

Alles begann auf St. Pauli. Rund zwei Jahre kamen die Beatles immer wieder, spielten Konzerte und lösten eine riesige Hysterie aus. Das ist 50 Jahre her…

Jetzt stellt sich Ernüchterung ein. Die hohen Kosten, mit allen Linzenen und monatlichen Ausgaben, können 150.000 Besucher seit Mai 2009 bis heute nicht abfangen und auch die Stadt will keine Unterstützung leisten. Die Erlebniswelt Beatlemania muss schließen.
Eine Würdigung der so genannten „Faboulus Four“ muss irgendwie anders erfolgen. Wer hat eine zündende Idee?

Beatlemania auf der Reeperbahn in Hamburg

Werden und Vergehen

Passend zum Karfreitag, möchten wir nun etwas ernster werden und an den Lauf der Dinge, nämlich das Werden und Vergehen von allem Irdischen erinnern.

Keine Angst, das wird keine 3-Stunden-Andacht. Es geht um Belfast. Die Hauptstadt Irlands hat ungefähr 268.000 Einwohner und in ganz Irland leben 6 Millionen Menschen. Es gibt in Belfast eine Universität mit gutem Ruf und einen wichtigen Hafen. Dank der Leinenindustrie wuchs die Stadt und zog immer mehr Menschen an. Um das Leinen auch in die Welt zu verschicken, wurde im 18. Jahrhundert der Hafen ausgebaut und Belfast yu einem wichtigen irischen Wirtschaftsstandort. Weiterer Motor war der Schiffs- und Flugzeugbau. Schiffswerften, wie zum Beispiel Harland & Wolff, bauten große Liniendampfer und verkauften sie an internationale Reedereien. Das wohl berühmteste Auto, das in Belfast gebaut wurde, ist der De Loreon DMC 12, den Ihr aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ kennt. Ihren Flughafen haben die Belfaster benannt nach dem Fußballspieler George Best – Bekanntestes Zitat: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben … Den Rest habe ich einfach verprasst.“

Das berühmteste Schiff, das je in Belfast gebaut wurde und zu traurigem Ruhm kam, war die RMS Titanic. Gebaut auf dem Werftgelände von Harland & Wollf für die Reederei White Star Line, war das Schiff bei seiner Inbetriebnahme Anfang April 1912 das größte Schiff der Welt. Am 14. April 1912 kollidierte die RMS Titanic etwa 300 Seemeilen entfernt von Neufundlannd mit einem Eisberg und ging unter. Von mehr als 2200 Menschen, die an Board waren, verloren etwa 1517 ihr Leben. Sie ertranken oder erfrierten im offenen Meer.

Ein Mythos entstand. Unzählige Bücher, Thesen, Berichte, Diskussionsrunden, Dokumentationen, Forschungen, Filme, Serien und Musik sind bis zum heutigen Tage entstanden und zwar überall auf der Welt. Die jüngste Verfilmung zum Mythos Titanic– vor der 3D-Version – lockte 130,9 Millionen Menschen in die Kinos, bekam 11 Oscars und spielte mehr als eine Milliarde Dollar ein. Erst der Film Avatar fegte 2009 den Film  Titanic vom Spitzenplatz im Olymp der Kinofilme.

Doch Belfast und die Belfaster waren nie sonderlich stolz darauf, dass dieser Mythos, das Passagierschiff Titanic in ihrer Stadt, auf einer Werft ihres Hafens gebaut wurde.

Cladding the hull - Titanic Museum Belfast

Cladding the hull - Titanic Museum Belfast, http://www.titanicbelfast.com

Erst 100 Jahre später, nämlich in der vergangenen Woche, eröffnete in Belfast auf dem ehemaligen Gelände der Werft Harland & Wolff ein Titanic-Museum. In dem markanten Bau, in Form von vier abstrahierten Schiffsschnauzen, wird die Geschichte und die Ingenieurleistung, die speziell diesem Schiff inne wohnt, in Exponaten, Filmen und Projektionen sehr modern erzählt und gewürdigt. Für 13.50 £ könnt Ihr Euch Boomtown Belfast, The Shipyard, The Launch of Titanic, The Fit – Out, Maiden Voyage, The Sinking, The Aftermath, Myths & Legends, The Wreck und den Ocean Exploration Centre anschauen und der Ertrunkenen und Erfrorenen gedenken, darunter auch viele der Ingenieure, die das Schiff selbst geplant und gebaut haben.

Einzigartig

Auf der ganzen Welt, gibt es kein Museum, wie das Frankfurter Städelmuseum nach der Sanierung des Altbaus und der neuen, unterirdischen Erweiterung. Der Besucheransturm an diesem Wochenende zum Bürgerfest verwundert uns daher keineswegs.

Sowohl am vergangenen Samstag, als auch am vergangenen Sonntag standen die Frankfurter und andere Städelinteressierte in langen Schlangen vor den Eingängen. 18.000 Menschen wollten sich den Kunstgenuss nicht entgehen lassen. Wer die Geduld hatte, etwa eine Stundelang in der Schlange zu stehen, bevor es endlich zur Kunst ging, wurde dafür vielfach entlohnt. Gleich beim Eingang bekam jeder erstmal einen guten Kaffee in die Hand gedrückt. Schon beim wandeln durch die Säulenhalle fällt auf: Hier drinnen ist es gar nicht so voll, wie vermutet und das ist auch gut so.

Das Städelteam achtete darauf, dass die Säle nicht übervoll von Menschen waren. Eigentlich, sind wir der festen Überzeugung, sollte man früh morgens oder spät abends hierhin kommen, um am besten ganz alleine durch die Räume zu schreiten.

Nur dann nämlich erschließt sich dem Besucher dieses Kunststück, bei dem Architektur und Kunst eine sehr stimmige Liaison eingehen. Schon in der Säulenhalle möchten wir nicht gehen, nicht auf unsere innere Ungeduld hören und sofort hinunter rennen, sondern eigentlich erst einmal langsam schreiten. Wir möchten die Atmosphäre in uns aufsaugen. Was der Metzlersaal ankündigt, nämlich den großen Vorhang für große Kunst, wollen wir eigentlich  langsam auf uns zukommen lassen.

Erst dann sind wir bereit die 36 Stufen hinabzuschreiten und uns dem hellen Entrée der Erweiterung hinzugeben. Was drei Jahre währt, wurde nicht nur gut. Es lässt uns unverhofft den Atem stocken. 333 Werke, die zwar in der Chronologie die Entwicklung der Gegenwartskunst zeigen, aber auch Querverweise, ja sogar Dialoge herstellen, wenngleich sie aus einem anderen Künstlergeist, zu unterschiedlichen Zeiten und manchmal sogar in unterschiedlicher Materialität entstanden sind. Es scheint, als kommunizieren die Werke miteinander und mit uns.

Hell ist es und bei all dem weiß wirken die Werke in Ihrer Farbigkeit mehr als strahlend. Manche Künstler, die sie erschufen kennen wir, andere ganz und gar nicht – aber man lernt ja nie aus. Von den 1930er Jahren, mit Werken Hermann Glöckner’s dargestellt, über die Kunst aus Zeiten der Kriegswirren mit ebenso gegenständlicher, wie abstrakter Malerei, die mit Formen und Farben und dem Strich anfängt zu spielen, das Auge des Betrachters zu reinigen, beginnen wir.

Wir sehen Werke von Ernst Wilhelm Nay. Die Kunst rückt von der Leinwand in den Raum, scheint ihn mit Lucio Fontana, Guenther Ücker, John Armleder, Daniel Buren, und anderen zu erobern. Dann stehen wir vor Fotografien Klaus Rinkes und ahnen schon, dass wir es gleich noch mit Beuys und seinen Schülern Anselm Kiefer sowie Jörg Immendorf und damit, mit dem Leben, also der Kunst in unserem Leben und Bekenntnissen zu Politik und Religion zu tun bekommen.

Aber da ist es noch lange nicht aus: Georg Baselitz, Eugen Schönebeck, Peter Roehr, Neo Rauch und viele mehr sind ja auch noch zu würdigen. Bei Wolfgang Tillmanns „Freischwimmer 54“ überlegen wir kurz, ob es wohl das jüngste Werk ist. Aber wir liegen falsch: Corinne Wasmuhts großformatiges Gemälde namens „Barrier“ ist aus dem Jahr 2008.

Sammlungsleiter Martin Engler hat sicherlich nächtelang kein Auge zugemacht, sondern über seinen Planungen gebrütet.

Die Werke sind im Hinblick auf die Geschichte der Kunst, auf ihre Quellen und Inspirationen, auf ihre Farb- und Formgebungen so taktisch klug inszeniert, dass sie gemeinsam in eine gewinnende Choreographie treten. Selbst der Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft, hätte sein Team nicht besser aufstellen und einschwören können, da sind wir uns sicher. So, wie uns hier im Städelmuseum die Werke präsentiert werden, ziehen wir den Hut vor Anerkennung.

Das, was wir sehen ist aber noch lange nicht alles. Es sind erstmal “nur” 333 Werke der Sammlung zur Gegenwartskunst, die das Städelmuseum hier im neuen Erweiterungsbau derzeit zeigt. Die anderen Werke befinden sich im neuen, schicken Depot. 80 Prozent davon, so Sammlungsleiter Martin Engler, seien neu ins Städel gekommen und noch nie für die Öffentlichkeit zu sehen gewesen. Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, weiß zu berichten, dass alleine aus der Sammlung der Deutschen Bank 600 Gemälde von 46 Künstlern als Dauerleihgabe ins Städel umgezogen sind. Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ-Bank, betont, dass es mit dem Städel’schen Erweiterungsbau nun möglich wird Fotografiekunst aus der Nische in den Mittelpunkt zu holen und deshalb steuerten sie  200 Werke ihrer spannenden Sammlung bei. Weitere Leihgaben, Schenkungen und Spenden mit denen Werke angeschafft werden konnten, um die Sammlung zu vervollständigen, machten die Frankfurter Bürger, das Städelkommitee und Mäzene möglich und das ist ganz große Klasse.

Mit den Architekten Schneider und Schumacher, die im Jahr 2007 die Ausschreibung zum Erweiterungsbau gewannen, haben Hollein, Engler und all die anderen großen und kleinen Frankfurter, zwei sensible Gestalter gefunden, die der Kunst und ihrer Wirkung größte Ehre zollen. Ganz nebenbei ist das für Architekten, die ihre Gebäude auch als Werke, ja, als Kunstwerke erklären, nicht immer selbstverständlich. Diese beiden hier, zeigen Größe durch Zurückhaltung und das wirkt doppelt so viel.

Hätten nicht alle an einem Strang gezogen, wäre ein solches Kunststück in dieser Architektur und Kunst, zur Kunstgeschichte, mit insgesamt 52 Millionen Euro Kosten keineswegs möglich gewesen.

Das Städelmuseum hat sich damit auf Platz eins der sehenswerten Museen katapultiert. Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt zeigt andere Werke auf eine andere Weise und ist augenscheinlich keine Konkurrenz mehr. Viel eher konkurriert das Städelmuseum nun mit anderen großen Häusern in Deutschland, Europa und der Welt und wir sind gespannt, wie sich unsere Gewohnheiten und die der Besucher Frankfurts über die Jahre verändern werden.

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Bildnachweis:
Foto 1-7: Ulrike Seyffert
Foto 8-14: Norbert Miguletz, © Städel Museum, Frankfurt am Main

Licht unter der Erde

Der Erweiterungsbau des Frankfurter Städel ist offen für Alle, ab Samstag, den 25. Ferbuar 2012. Wir hatten die Gelegenheit schon zuvor durch die hellen Säle zu schreiten.

Der Garten des Frankfurter Städel ist übersät von insgesamt 195 bullaugenartigen Fenstern. Zwischen einem sattgrünen Rasen wirken sie wie kleine Kapseln, oder Seifeblasen, die nur darauf Warten in die Höhe steigen zu können. Schon vor einer Weile haben wir uns vom Bauzaun aus die Städelsche Baustelle angesehen und von dort aus für gut befunden. Klar war, dass die Bullaugen-Fenster im Boden dem Erweiterungsbau der darunter entstand Licht geben sollen. Wir waren – zugegeben – etwas skeptisch, ob die Idee der Architekten Till Schneider und Michael Schumacher auch die gewünschte Helligkeit bringt und damit der neuen Sammlung an Gegenwartskunst gerecht wird.

Und nun? Fast schütteln wir beschämt den Kopf, wegen unserer anfänglichen Skepsis. Denn die Erweiterung des Städel Museum in Frankfurt am Main ist ein Licht durchfluteter, unterirdischer Bau, der die Werke strahlen lässt und ihnen den wohl größtmöglichen Respekt zollt.

Die neue Sammlung der Gegenwartskunst ist hier bestens präsentiert. Und sie zeigt nicht nur große Namen, sondern auch in Vergessenheit geratene Werke von vergessenen Künstlern.

Treppe zum unterirdischen Erweiterungsbau des Städel Museum

Treppe zum unterirdischen Erweiterungsbau des Städel Museum, www.staedelmuseum.de

Begrüßt von Tischbeins Bildnis von Johann Wolfgang von Goethe steigen wir über eine Freitreppe hinab in die Helligkeit. Weiße Wände und eine Decke, die zum Teil ganze 8 Meter hoch ist. Das muss der Hügel sein, den wir vom Garten aus sahen. Durch die Bullaugenfenster strahlt das Licht von draußen hinein und wenn wir hinauf sehen, blicken wir zum Himmel.

Um den Hauptraum, der eine verbindenden Mischung an Werken zeigt, und auch ohne große Namen auskommt, werdet Ihr rund 300 weitere Werke auf insgesamt 700 Quadratmetern vorfinden. Es lohnt sich die Werke in Ruhe zu betrachten, zu studieren oder über sie zu grübeln.

Innenraum der Sammlung der  Gegenwartskunst im neuen Städel-Erweiterungsbau

Innenraum der Sammlung der Gegenwartskunst im neuen Städel-Erweiterungsbau, www.staedelmuseum.de

Einige der Prachtexemplare haben Sammlungsleiter Martin Engler aus der Sammlung des Städels wieder ausgegraben. Ankäufe von Klaus Gallwitz, Ankäufe des so genannten „Städelkommitess“, Dauerleihgaben der Deutschen Bank sowie der DZ Bank und Schenkungen von Frankfurter Unternehmerfamilien kamen hinzu.

Das so genannte „Städelkommitee“ besteht aus Frankfurter Bürgern, die 25.000 Euro gezahlt haben, damit sie in die Ankäufe investiert werden können.

Die Erweiterung des Städel Museum und diese wunderbare Sammlung an Gegenwartskunst konnte nur funktionieren, weil alle mobilisierten Kräfte an einem Strang zogen. Zu diesen mobilisierten Kräften gehören wahnsinnig viele Frankfurter Bürger, wie du und ich. Mit kleinsten, kleinen und großen Spenden haben sie Max Hollein, dem Leiter des Städel Museums damit eine enorme Verantwortung auferlegt. Unterstützt wird Hollein von Sammlungsleiter Martin Engler und dessen Team. Große Plakate über ganze Litfasssäulen haben sie seit Beginn des Erweiterungsprojektes drucken und überall in Frankfurt anbringen lassen, um die Hilfe der Bürger und Unternehmen zu honorieren.

Und übrigens: Johann Friedrich Städel war ein 1728 in Frankfurt am Main geborener und ebendort 1816 verstorbener Privatbankier und Mäzen, dem die Kunst und die Ausbildung der Künstler am Herzen lag. Seine Sammlung stiftete er, auf das sie von Jahr zu Jahr vermehrt und vollkommener wird. Dieser Maxime wird das Städel mehr und mehr gerecht und wenn Herr Städel erscheinen könnte, so würde er wohl jauchzend und strahlend durch das Haus flanieren.

Tun wir es an seiner Stelle!

Der Eröffnung für alle ist ein Bürgerfest angeschlossen, als Dank an die vielen Unterstützer und unter dem Motto: Offen für Alle!
25. und 26. Februar 2012 von 10-20 Uhr bei freiem Eintritt.

Wir sind begeistert und berichten deshalb mehr.

Italien in Francoforte

Das Museumsuferfest ist in vollem Gange und Kultur und Party am Main zieht wieder richtig viele Menschen an. Wer das Fest liebt, der schiebt sich entlang des Ufers.

Museumsuferfest 2011 in Frankfurt am Main

Museumsuferfest 2011 in Frankfurt am Main, www.museumsuferfest.de

Italien ist – wegen des 150 Jährigen Jubiläum des Landes – in diesem Jahr Gast des Frankfurter Museumsuferfestes. Doch natürlich ist es auch diesmal wieder so, dass es Leckereien aus den Ländern der Welt und ein durchaus interessantes Programm gibt. Sogar ein Feuerwerk am Tage haben die Frankfurter aufgefahren.

Italien findet Ihr auch am Mainufer zwischen der Untermainbrücke und dem Holbeinsteg auf der Seite gegenüber den Museen zur Stadt. Vielleicht ist dieser Standort nicht ganz so gut gewählt…schließlich ist dort, doch schon immer mehr Kirmes wie Kultur gewesen, vielleicht ist der Platz aber gerade deswegen ausgewählt worden. In jedem Fall müsst Ihr gar nicht so weit fahren, um etwas Urlaub zu machen. Für italienischen Flair, sorgen viele Leckereien, venezianische Gondeln und die Italien-Bühne mit allem, was man in Neapel, Apulien, auf Sizilien, der Toskana und sonst wo gerne hört und das Tanzbein schwingt.

Das Treiben am Main ist an diesem Wochenende also vorwiegend grün-weiß-rot aber ansonsten wie immer und wie die Stadt selbst sehr, sehr bunt. Selbst der Regen hält die Besucher nicht wirklich davon ab, zu Hause zu bleiben. Regen ist auch für die Museen nicht schlecht, treibt es doch so viel mehr Menschen hinein, zum Bewundern der Kunst, der Architektur, des Kunsthandwerks und Designs, der Geschichte der Kommunikation,, natürlich nicht zu vergessen der Räume des „Neuen Filmmuseum“, das Voranschreiten der Städel-Baustelle und vieles, vieles mehr.

Welche Museen dieses Jahr dabei sind und was sie bieten, erfahrt Ihr auf der Seite des Frankfurter Museumsuferfest.

Und hier kommt Ihr zum Programm. Auch für Kurzentschlossene ist natürlich etwas dabei.

Nie verpassen solltet Ihr das Abschlussfeuerwerk, aber rechtzeitig da sein solltet Ihr.

Und wenn Ihr es dieses Jahr nicht schafft, dann bestimmt nächstes Jahr und auch dann wird sich einiges tun. Ist ja klar. Die Frankfurter hassen den Stillstand.

Wir wünschen Euch viel Spaß!

Museums-Check

Museen werden angeblich immer mehr zu Erlebnisorten für alle Sinne, die ganze Familie und überhaupt für jeden Menschen. Was, wo aus dem Boden geschossen ist und welche neune Konzepte die Museen bieten, zeigt Markus Brock auf 3Sat. Sechs mal macht er sich auf, um zu zeigen, was Kulturliebhaber in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht verpassen sollten. Am Sonntag, den 30. Mai 2010 ist es wieder soweit.

Erste Folge 30. Mai 2010: Das Jüdische Museum in Berlin
Beim ersten Museums-Check am Sonntag nimmt Markus Brock das Jüdische Museum in Berlin unter die Lupe. Mit Schauspieler Ulrich Matthes geht es durch den Libeskind-Bau. Zu sehen und zu spüren sind der „Holocaust-Turm“, der „Garten des Exils“ und die „Achse der Emigration“. Architektur mit Liebe zum Detail, die hier zum wichtigen Erlebnis wird. Licht und Dunkel, Weite und Enge im Wechsel.

Es geht aber nicht nur um das Jüdische Leben im 19. und 20. Jahrhundert. Dem Besucher werden 2000 Jahre Jüdische Geschichte in und um Deutschland präsentiert. Schauen, hören und fühlen ist Pflicht, mitmachen ausdrücklich erwünscht.

TIPP: Museums-Check mit Markus Brock, Sonntag, 30. Mai 2010, 18. 30 Uhr in 3Sat

TS