Schlachtpunk – Malerei der achtziger Jahre

Bis 29. April 2012 könnt Ihr die Ausstellung „Schlachtpunk“ in der Kunsthalle Darmstadt sehen und mehr über die Verbindung von Punk und Malerei in den 1980er Jahren erfahren. Ein Besuch lohnt sich.

Schlachtpunk - Malerei der achtziger Jahre - in der Kunsthalle Darmstadt

Schlachtpunk - Malerei der achtziger Jahre - in der Kunsthalle Darmstadt, Bild: Walter Dahn / Jiri Georg Dokoupil, “Paravent,: 1980. Mixed media on canvas. Diptych, 151 x 204 cm.*

Die Ausstellung in der Darmstädter Kunsthalle trägt den Namen „Schlachtpunk“ und ist eine Kooperation zwischen der Kunsthalle und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Zu sehen sind Werke aus der sogenannten „Sammlung Tiefe Blicke“ aus dem Bestand des Landesmuseums und Werken aus der Kunsthalle, also Werke von Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Elvira Bach, Albert Oehlen und andere.

Die Punkwelle eroberte nicht nur die Jugend und damit die Musik, die Mode und die Gestaltung der 1980er Jahre, sondern auch die Kunst. Deutlich in den ausgestellten Werken zu erkennen ist die Inspiration, die von der Punkbewegung aus London und New York nach Europa überschwappte. Zudem waren viele Maler mit der Musikszene unmittelbar verbinden, manche spielten sogar selbst in einer Punkband. Die Punkbewegung stand und steht für: Rebellion, Provokation, Aufstand, Lust an der Destruktion, Infragestellung der aktuellen Gesellschafts-Werte, kurz: Für das Anders-Sein und das Ändern-Wollen.

„Schlachtpunk“ heißt die Ausstellung deshalb, weil es tatsächlich in dieser Zeit zu einem Höhepunkt der Schacht um Muster in der Malerei ging. Anstatt formale und ikonographische Muster weiter zu verfolgen wurden sie anarchisch und ironisch aufgehoben, verändert und umgewertet. Ein Tabubruch. Martin Kippenberger schlachtet zum Beispiel spöttisch „heilige Kühe der Kunstgeschichte“.

Am 27. April 2012 wird es einen Höhepunkt im Programm der Ausstellung geben, den Ich nicht verpassen solltet: Die Band Fehlfarben gibt in der Darmstädter Centralstation ein Konzert. Wir sind uns sicher, dass da der Punk abgehen wird.

Schaut Euch die Ausstellung mal an.

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