Schiebung!

Am Bahnhof Oerlikon in Zürich wurde ein ganzes Gebäude in 19 Stunden um 60 Meter verschoben. Das 6200 Tonnen schwere Backsteingebäude das ursprünglich als Verwaltungssitz der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) diente wanderte ab dem 22. Mai 2012 etwa drei bis vier Meter pro Stunde. Ein komplizierte aber gelungene Aktion.

Hausverschiebung in Zürich Oerlikon

Europaweit ist eine Verschiebungsaktion in dieser Größenordnung bisher einzigartig, doch die Experten der Spezialfirma Morgarten ZG schreckte dies keinesfalls.
Sie vertrauten auf ihre zwei Hydraulikpressen, die das Gebäude mit einer Schubkraft von je 60 Tonnen vorwärts bewegen, schließlich haben sie sie selbst entwickelt. Das Gebäude lagert auf Stahlträgern unter denen 500 Stahlrollen, die auf sechs Verschubbahnen montiert sind, die Bewegung zulassen.

Die Verschiebung kostete zwar rund 12 Millionen Franken – von denen den grössten Teil die Immobilienfirma Swiss Prime Site trägt – aber der starke Protest gegen den Abriss des letzte Gebäudes, dass 1889 erbaut war berechtigt. Schließlich ist es doch letzter Zeuge einer traditionsreichen Maschinenfabrik, die mal größter Arbeitgeber Zürichs  und für einige Fortschritte verantwortlich war.

Abriss für zwei neue Gleise des Bahnhofs kam also nicht in Frage. Deshalb entschloss man sich für diese spektakuläre und spannende Verschiebung. Eine gelungene Aktion!

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Quelle: Youtube/

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