Reisezeit und Reiseart – Korsika

Wer mit dem Auto in der Sommerzeit losfährt, kann schon mal eine struppige und langwierige Anreise erleben. Doch nicht verzweifeln, es lohnt sich mit dem Auto und der Fähre anzureisen und das Zelt einfach dort aufzuschlagen, wo und so lange es gefällt. Wer das nicht will, plant seine Route und seine Stationen auf der Insel vorher, bucht einen Flug, mietet auf der Insel ein Auto und schaut sich frühzeitig nach schönen Unterkünften in kleinen Hotels, oder nach einem der vielen Bungalows in Strandnähe um.

Korsika ist in vier Teile aufgeteilt. Es gibt den rauen Norden mit Cap Corse und der Desert des Agriates. Das Landesinnere mit Naturschutzgebiet und der Stadt Corte und es gibt den wilden Westen, den zauberhaften Süden und den flacheren Osten. Wir haben den Eindruck, dass es besser ist, sich auf einen dieser Teile Korsikas zu konzentrieren und ihn in zwei Wochen ausgiebig zu erkunden. Bei einer Inselrundreise in der gleichen Zeit würde man viel Eindrucksvolles verpassen. Unser Fokus liegt auf dem wilden Westen.

Mit der Fähre auf dei Insel schippern. Bild: Tobias Volke

Unsere Anreise ist schon kurz nach München recht struppig. Das Navi zeigt: kein GPS; es wäre zwar eh nur interessant, um die geschätzte Ankunftszeit zu erfahren, aber vielleicht stresst es uns sogar weniger sie nicht zu wissen. Ab dem Irschenberg fahren wir von einem Stau in den nächsten. Am schlimmsten aber empfinden wir das Stop an Go bei +35 Grad über den Brenner. Noch nie haben wir so lange nach „bella Italia“ gebraucht! 3 Stunden verlieren wir und verpassen in Livorno unsere Fähre um 30 Minuten. Es ist die letzte für diesen Tag. Weil der Corsica-Ferries-Schalter bereits geschlossen hat, besorgen wir uns bei Moby ein Ticket für die erste Fähre am nächsten Tag.

Tipp: Fahrt in der Nacht zum Fährhafen nach Genua oder Livorno! Wer mit einem normalen PKW fährt und flexibel ist, braucht keine Fähre buchen. Ein Auto passt meistens noch in die nächste Fähre rein, die zur Insel schippert und preislich gibt es keinen Unterschied, es sei denn ihr hättet zuvor online einen Sparpreis ergattert.

Kleiner Pool auf der Korsika-Fähre: Bild: Tobias Volke

Auf der Fähre gibt es kleine Bars und ein Restaurant. Für Kinder wurde extra eine Art Indoor-Spielplatz eingerichtet und auf einem der Sonnendecks wartet bei Corsica Ferries ein kleiner Pool auf Euch. Hunde sind auf beiden Fähren herzlich willkommen, wenn Ihr sie – wegen der Kinder – nicht frei herumlaufen lasst. Macht es Euch am Pool in einem der gemütlichen Sonnenstühle mit einem Buch bequem und geniesst die vierstündige Fahrt. Am besten packt man sich eine kleine Tasche, mit allem Wichtigen für diese vier Stunden, denn zum Auto darf man nach der Einschiffung, während der Überfahrt nicht mehr. Sobald wir uns aber dem Ankunftshafen nähern, können wir uns Startklar machen für die Auschiffung. Auf beiden Fähren, also Corsica Ferries und Moby, besteht die Mögllichkeit Kabinen zu mieten. Die lohnen sich, wenn man nach einer langen Anreise einfach gut schlafen will, um dann für Bastia und die Erkundung der Insel wieder fit zu sein. Könnt Ihr Euch ja überlegen. Wir brauchten es nicht.

Auf dem Sonnendeck entspannen, Bild: Tobias Volke

In Bastia angekommen, geht alles sehr schnell. Binnen weniger Minuten sind wir runter vom Schiff und fahren die lange Hafenstraße entlang in Richtung Cap Corse und Desert des Agriates, um als nächstes Île Rousse/Isula Rossa zu erreichen. Da nämlich hat der „Beste Bruder der Welt“ einen schönen Campingplatz empfohlen und den wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Tipp: Mai, Juni, Juli und September sind als Reisezeit sehr zu empfehlen, aber auch im August ist es schön, wenn man sich darauf einstellt, dass in vielen Bundesländern und in Italien die Sommerferien laufen.

Kapitän und Lotse beim EInlaufen in den Hafen von Bastia, Bild: Tobias Volke

Kapitän und Lotse beim EInlaufen in den Hafen von Bastia, Bild: Tobias Volke

Tipp: Mit dem eigenen Auto zu fahren und anstatt vorher etwas zu mieten, lieber sein Campingequipment einzupacken, bedeutet große Freiheit und wir geniessen sie in vollen Zügen. Fast überall gibt es schöne Campingplätze, meist direkt am Meer, mit angenhemer Ausstattung, sehr sauber und nichtmal teuer. Und noch ein Tipp: Anstatt normale Heringe zu nutzen, empfehlen wir lange Zimmermannsnägel für das Befestigen des Zeltes im korsischen Boden  – ansonsten kann das Abspannen des Zeltes schonmal sehr mühsam sein und viel Kraft und Zeit kosten.

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