Peter Noever geht

Der Direktor des Museums für angewandte Kunst, MAK, in Wien und Gründer des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, Kalifornien sucht sich neue Aufgaben.

Peter Noever, MAK, Wien

Bild: Home, peternoever.mak.at

Es steht ein Tapetenwechsel an

Peter Noever, österreichischer Designer und Kurator ist seit 1986 Direktor des Museums für angewandte Kunst, dem MAK in Wien. Er hat für das Haus viel bewirkt und einiges gemeistert. Zwischen 1988 und 1993 leitete er den Generalumbau und setzte, zusätzlich zur bisherigen Ausrichtung des Hauses, mit dem Design der Gegenwart einen weiteren Schwerpunkt . 1994 gründete er das MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles. Auch hier stehen aktuelle Tendenzen und interdisziplinäre Entwicklungen in Kunst und Architektur.

Im kommenden Jahr nun wird er seinen Hut nehmen und sich auf neue Wege begeben. Bei diePresse.com ist zu lesen, dass sein Vertrag als Museumsdirektor nicht verlängern wird und dass sich Interessierte und Qualifizierte Bewerber um Noevers Stelle noch bis zum 21.Januar 2011 an Sektionsleiter Michael Franz wenden können. Auch wird hier darauf hingewiesen, dass er nicht in Pension gehen werde. Obwohl er das natürlich könnte – er ist 69 Jahre alt – wäre das sicherlich nicht der richtige Ausklang für ein Leben voller spannender Stationen.

Neue Wege – Weite Wege

Noever war neben seinem Amt als Direktor des Museums für angewandte Kunst und Begründer des MAK Center for Art and Architecture zwischen 1975 und 1993 Lehrbeauftragter für Designanalyse an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Dort war er ab 1988 auch ein Jahr lang Gastprofessor für Museologie. Außerdem arbeitet er selbst auch als Architekt und Designer. 1982 gründete er die Architekturzeitschrift „Umriss“, die er bis 1994 als Herausgeber und Chefredakteur betreute. Unzählige Gastvorträge hat er in seinem Leben schon gehalten und damit viele inspiriert und sicher auch einiges kritisiert. Einige Projekte im Bereich Architektur und Design hat er initiiert und begleitet – wie zum Beispiel „Die Grube“. Aber auch seine eigenen Arbeiten Immer wieder war er auch Autor, Mitautor oder Herausgeber von Büchern, Zeitschriften und Ausstellungskatalogen. Natürlich war er auch als Juror bei diversen Wettbewerben und Preisverleihungen gefragt. Selbst hat er Auszeichnungen, wie den PAN-Preis aus Frankfurt am Main, oder den Museum of the Year Award 1996 vom Council of Europe aus Straßburg und auch das Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, bekommen.

Es bleibt spannend! Was wird Peter Noever also Ende 2011 treiben und wer wird wohl seine Nachfolge im MAK in Wien antreten?

Mehr zu peter Noever erfahrt Ihr auf seiner eigenen Seite.

TS

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