MyBoshi

Wer nicht an der Strickquelle sitzt, keinen faible fürs Häkeln hat, aber auch keine Lust auf rote, eingefrorene Ohren, dem sei folgendes geraten…

Also wir sind ja im Häkeln traumatisiert. In der Grundschule hatten wir zum ersten mal Kontakt mit der Strickliesel, die eigentlich Häkelwerk hervorbringt und das schon nicht verstanden. Dann wurde uns eine Häkelnadel in die Hand gedrückt und wir sollten einen Topflappen fertigen – mit Mäusezähnchenrand, oder wie auch immer der hieß. Das Resultat: Die strenge, nicht besonders pädagogisch talentierte – Grundschullehrerin hat uns das Mistding drei mal aufgezogen und wir sollten von vorne beginnen, selbst als unser Strick-Profi zu Hause sich der Sache angenommen hatte, um unseren Frust über diese Angelegenheit und unsere Untröstlichkeit über diese herzlose Lehrgestalt zu mindern. Keine Chance! Sie kam, sah und zog es auf! Biest!

Loop von UliUnd, wie schon erwähnt, brauchen wir uns zum Thema Stricken auch nicht zu bemühen, denn da haben wir einen echten Profi im Hause – sozusagen eine Korifee auf ihrem Gebiet – die Uli. Und für die Uli ist das Nadelgefecht eine echte Meditation – wohingegen es für uns schwere Arbeit an einem Trauma, also den puren Stress bedeuten würde.

 

MyBoshi - Häkelmützen von Thomas und Felix - www.myboshi.net

MyBoshi - Häkelmützen von Thomas und Felix - www.myboshi.net

Nun – so wurde uns unlängst von dem besten Bruder der Welt nahe gelegt – gibt es da aber zwei Burschen, die wohl nicht derart traumatisiert sind, wie wir und die wohl nicht einen solchen Profi wie wir im Hause haben.

Sie heißen Thomas und Felix und sind oft in der Kälte unterwegs – liegt nahe als Skilehrer. Und als sie eines Abends auf einem Skilehreraustausch zwischen Deutschland und Japan scheinbar die Langweile überkam, brachte ihnen eine Kollegin das Häkeln bei. Da waren die beiden wohl gleich angefixt, denn fortan übten sie sich fleißig im Häkeln. Der Anstoß zum Verkauf der Mützen kam dann durch zwei Australier in Tokio, die die Mützen der beiden so cool fanden, dass sie sie ihnen abkaufen wollten.

Am 1. März 2009 gründeten sie dann – zurück in Deutschland – eine Firma, um ihre Mützen hier zu verkaufen und damit haben sie wahrscheinlich genau den richtigen Platz auf der Häkelmützenwelle erwischt, denn die Boshis sind schon jetzt legendär. Sie haben so viele Aufträge, dass sie die Produktion ins nahe Seniorinnen-Umfeld outgesourct haben. Auf der Seite der beiden, könnt Ihr Euch Eure eigene „Myboshi“ kreieren. Ist die Bestellung abgeschickt, geben sie die beiden an die Damen weiter. Die wiederum schöpfen aus einem großen Wollepool und legen bei einem netten Plausch, oder auch vor dem Fernseher gemütlich los. Sie haben Spaß und können sich mit ihrem Hobby etwas dazuverdienen. So ist doch allen geholfen! Schön.

Schaut Euch MyBoshi mal an.

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One thought on “MyBoshi

  1. US

    Das ist ja ein wunderbarer Artikel, ich habe die Beiden in einer Talkrunde gesehen, da haben sie mir schon gefallen. Ist eine gute Idee! Und die Mützen sehen gut aus und es ist praktisch sich sein Modell und die Farben aussuchen zu können.

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