Mümmelmannsberg

Hochhaus in der Hamburger Siedlung Mümmelmannsberg, Foto: Gerhard Kemme

Hochhaus in der Hamburger Siedlung Mümmelmannsberg, Foto: Gerhard Kemme, http://commons.wikimedia.org

Passend zu Ostern, aber kein Aprilscherz! Im Hamburger Stadtteil Billstedt gibt es die so genannte Hochhaussiedlung Mümmelmannsberg – erbaut in den 1970er Jahren. Um das Viertel zu „Entgetthoisieren“ will die Stadt günstigen Wohnraum für Studierende und Auszubildende anbieten.

Seit Anfang des Jahres bezuschusst der Hamburger Senat mit 2,3 Millionen Euro ein Förderprogramm mit dem das Wohnen für Studierende und Auszubildende reeller, bezahlbarer wird. So werden jetzt auch in der Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg, mit insgesamt 7300 Wohnungen, von der Hamburger Wohnungsbaukreditanstalt (WK) günstige Wohnungen angeboten und damit gleichzeitig „stadtteilentwicklungspolitische Ziele“ voran gebracht. Denn wenn Studenten und Azubis einziehen, wird das Quartier wieder mehr durchmischt. Bisher wohnten auf dem Mümmelmannsberg vor allem sozial schwache Familien. Andernorts, wie zum Beispiel in Veddel oder Wilhelmsburg, hat diese Idee Anklang gefunden.

Für Mümmelmannsberg haben die Hamburger Studenten und Azubis das Angebot derzeit noch nicht angenommen, doch im Senat und bei der Stadtentwicklungsbehörde ist man zuversichtlich. In den meisten Fächern beginnen die Erstsemester im Herbst, weiß man. Deshalb wartet man noch ab. Was der Stadtteil auf jeden Fall schon jetzt zu bieten hat, ist ein guter Anschluß ans Hamburger U-Bahnnetz, kulturelle Vielfalt, eine angenehme Infrastruktur, also auch Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Schulen und andere soziale Einrichtigungen, Vereine und Initiativen, sogar Künstlertreffs, in direkter Nähe und einige Grünflächen, sowie ein agrenzendes Naturschutzgebiet und den so genannten „Freizeitpark Gilnder Au“ gibt es ebenfalls. Die Häuser werden zudem seit einiger Zeit nach und nach saniert. Nicht schlecht!

…Es könnte aber auch sein, dass die Studenten und Azubis sich ein wenig mit ihrer Rolle als „Gentrifizierer“, also als Aufwerter eines Stadtteils, überfordert oder gar missbraucht fühlen. Man wird sehen. Kommt Zeit, kommt Rat im Senat. ; )

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