Mal Aria

Carmen Stephans Buch eröffnet ganz neue Perspektiven – oder wart Ihr schon mal als Mücke unterwegs?

Mal Aria von Carmen Stephan, erschienen im S. Fischer Verlag

Mal Aria von Carmen Stephan, erschienen im S. Fischer Verlag, Quelle: fischerverlage.de

Und darum geht’s: Carmen, eine junge Deutsche, die für ein Auslandsemester ein Jahr in Brasilien ist, macht  mit  Freund Carl einen Trip an den Amazonas und begegnet dort einer Malariamücke, die sie natürlich piekt, woraufhin Carmen krank wird. Carmen steht alleine da, Carl muss für Prüfungen zurück nach Deutschland und der Arzt stellt eine falsche Diagnose. Er tippt auf Dengue-Fieber.

Es mag Fieberwahn sein oder ein mutiger Kunstgriff, denn die Geschichte erzählt nicht etwa Carmen, sondern die Mücke höchst selbst. Und das ist mal etwas ganz anderes, etwas ganz neues und es erlaubt der Autorin noch viel mehr in Frage zu stellen als falsche Diagnosen. Wir müsen feststellen, für eine Mücke weiß die Kleine ganz schön viel. Und sie fragt demnach wohl zurecht, warum unser erster Impuls ist sie zu töten…und wenn wir es uns noch genauer überlegen, so ist es doch eine grundsätzliche Frage. Warum vernichten wir Menschen alles, was uns auf irgendeine Art und Weise in die Quere kommt. Sehr interessant. Vielleicht auch etwas inspiriert von Kafka?!

Lest selbst!

 

Mal Aria
Carmen Stephan
Verlag S. Fischer Verlag, 2012
ISBN-10: 3100751418
ISBN-13: 978-3100751416

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