Magdalena

Im Münchner Volkstheater läuft das Stück von Ludwig Thoma unter der Leitung von Maximilian Brückner – der ja jetzt nicht mehr zum Tatort ins Saarland muss.

Spannend! Die Magdalena wird von Florian Brückner gespielt. Ungewöhnlich? Verkehrt? Brisant? Aktuell? Im Stück ist die Welt ohnehin aus den Fugen und „Magdalena“ ist hier kein Volksstück, wie man es erwartet, sondern Aufschrei und Anklage zugleich.

Ihre Mutter Marianne liegt seit Wochen schwer krank im Bett. Als reiche diese Sorge nicht, bringt auch noch die Polizei das Kind nach Hause. Während sich der Bürgermeister um Moral und Anstand sorgt, dem Dorfpfarrer die Sprache wegbleibt, stirbt die Mutter und die Dorfhatz auf Vater und Tochter beginnt. Magdalena soll rausgemobbt, oder gar vernichtet werden. Dazu bringen sie sogar ihren Vater gegen sie auf, bis alles eskaliert.

Falsche Moral, bigotte Lebenseinstellung, Klüngel und die Enge des Dorfes und seiner Bewohner werden hier von Thoma zur Anklage gebracht und von Maximilian Brückner inszeniert. Es ist seine erste Regiearbeit. Und wir finden, das solltet Ihr Euch mal anschauen.

„Magdalena“ nach Ludwig Thoma
Münchner Volkstheater

Vorstellungen:
04.03.2012
17.03.2012
18.03.2012
04.04.2012

Schauspiel: Wolfgang Maria Bauer, Florian Brückner, Ursula Maria Burkhart, Alexander Duda, Peter Fasching, Ercan Karaçaylı , Franz Maier, Peter Mitterrutzner, Hubert Schmid, Ferdinand Schuster, Mara Widmann
Regie: Maximilian Brückner
Bühne und Kostüme: Katharina Dobner

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