Lehrerkind

„Lehrers Kind und Pfarrers Vieh gedeihen selten oder nie“, heisst es in einem Sprichwort, doch bei Bastian Bielendorfer trifft das nicht ganz zu. Er beschreibt in seinem lustigen Buch, wie arg es ist, wenn beide Eltern Lehrer an der eigenen Schule sind und man dann auch noch trotzdem selbst diesen Beruf ergreift. „Das sind die Gene!“Juchheeee!

Lehrerkind - Bastian Bielendorfer, Piper 2012

Lehrerkind – Bastian Bielendorfer, Piper 2012

Bei Bastian Bielendorfer war sozusagen jeden Tag Elternsprechtag ist, die Mitschüler ernennen dich zum Daueropfer und dann reicht es bei den Bundesjugendspielen nicht einmal für eine Teilnehmerurkunde. Und wie es oft so ist werden diese Lehrerkinder dann auch noch selbst Lehrer und kasteien sich Tag für Tag und auf eigenen Wunsch weiter – pädagogischen Sippenhaft sozusagen. Wie krass! Oder, wie verrückt muss man sein?!

Dieses Buch ist zumeist so lustig, dass man es nicht in der U-Bahn lesen sollte, um den neidischen Blicken der morgendlichen Grieskrämer zu entrinnen. Rasante Artikelfolgen mit prägnanten Überschriften zu den jeweiligen „Lebensabschnitten“ oft voller Selbstironie, Witz und Sarkasmus manchmal zum schnell drüberlesen. Zu grotesk und überspitzt empfinden es nur die, die weder Lehrerkinder oder Lehrer sind, noch mit solchen zu tun haben.

Viel Spaß und eine lustige vorweihnachtliche Zeit.

Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof
Bastian Bielendorfer
Verlag Piper 2012

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