Kampfradler

Kampfradler sagen Ramsauer den Kampf an, weil der den Kampfradlern den Kampf angesagt hat. Klingt etwas kindisch. Wie wäre es mit einer einfachen, humanen Grundregel? Schauen wir mal…

Kampfradler sagen Ramsauer den Kampf an, weil der sie bekämpfen will „Kampfradler“ brettern über rote Ampeln, missachten Vorfahrtsregeln, rasen durch Fußgängerzone und ohne Rücksicht auf Verluste an der Isar entlang. Obwohl keine Saison ist, weil aber der Schnee ausbleibt, auch jetzt noch. Verkehrsminister Ramsauer hat diesen so sogenannten „Kampfradler“, die auf andere Verkehrsteilnehmer keinerlei Rücksicht nehmen den Kampf angesagt. Daraufhin habe die so genannten „Kampfradler“ eine Initiative gegründet um zu manifestieren, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.

Initiator der Initiative „ Ein Herz für Kampradler_innen!“ ist Bernhard Stoevesandt und fordert gleichgesinnte zu zivilem Ungehorsam auf. In einem taz-Interview sagt der 42jährige Diplom-Physiker: „Wir bekennen uns dazu, die Verkehrsregeln so lange zu übertreten, bis es gleiche Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer gibt. Radfahrer werden von der Verkehrspolitik nicht mitgedacht, die Regeln sind so gemacht, dass die Leute Auto fahren sollen. Deshalb haben Radler oft gar keine Möglichkeit, sich an die Verkehrsordnung zu halten. Darauf wollen wir hinweisen.“

Also in der Tat ist es ja so, wenn wir uns die Verkehrsstruktur mal genauer anschauen, dass es immernoch zu wenige Radwege gibt, oder Radwege nicht klar genug von Fußgängerwegen getrennt sind. Der Weg aber, Verkehrsregeln solange zu missachten, bis gleiche Bedingungen für Radfahrer herrschen ist doch etwas radikal, wenn nicht sogar lebensgefährlich. Denn rasende Kampfradler – so wie wir sie in München erleben – nehmen überhaupt keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, seien sie klein oder groß, oder auf zwei oder auf vier Beinen unterwegs. Halsbrecherisch und egozentrisch rasen sie durch die Stadt, fahren alles platt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, treten an Autos und schreien herum. Wir hatten berichtet…

Daher möchten wir gerne nochmal  allen den Kampfradlern und Herrn Ramsauer mit Team den § 1 der Straßenverkehrsordnung vorstellen und an sie appelieren:

§ 1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

(550 Posts)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.