Herbst auf der Praterinsel

Viel los beim Markt der Sinne

Wir haben uns bei wunderbar sonnigem Herbstwetter in München auf den Weg zum Markt der Sinne auf der Praterinsel gemacht und wollen Euch natürlich nicht vorenthalten, was es da zu sehen und zu kosten gab.

Versprochen wurde uns: Sinniges und Sinnliches in idyllischer Atmosphäre, Künstler bieten Anregungen und Überraschungen und ein liebevolles Kinderprogramm.

Auf dem Markt der Sinne, der vom 02.11. bis 04.11. 2012 lief und jedes Jahr zu Ostern und im Herbst stattfindet erwarteten uns Künstler und Handwerker – zumeist aus der Region, aber auch aus Afrika oder Madagascar. In den Gewölbehallen der Praterinsel präsentieren und verkaufen sie ihre Arbeiten und Köstlichkeiten.

Gleich am Eingang begrüßte uns Familie Szeifert aus Siebenbürgen und bot uns Süße Rinde an. Süße Rinde ist ein traditionelles Gebäck, bei dem eine Hefeteigschlange um ein Holz gewickelt und dann in Zucker gewälzt wird. So wird es in einen Heißluftofen geschoben. Nach wenigen Minuten ist der Zucker karamellisiert und der Teig duftend fertig. Eine Leckerei, die es wahlweise mit Zimt und Zucker, Wallnuss, Vanille, oder Kokos gibt. Yummyumm. Schaut mal.

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Innen in den Gewölbehallen wurden viele Waren feilgeboten und es waberte ein dezenter Duft von Räucherstäbchen und ein bisschen „ferne Welt“ durch den Raum. Neben Textilien, Biokosmetik gab es auch fragwürdige Lifestyle Produkte, Öl-Acrylbilder, Design-Mode, Taschen aus Fell, Leder, Filz und Stoff – zum Beispiel Beutelschema von Michaela Krause aus Raubling – oder Lampen, Lampenschirme, Mode- und Antikschmuck, Kunsthandwerk und Keramik, Skulpturen und auch Spielzeuge und Bücher. Kinder konnten an einem Stand bunte Sandbilder fertigen. Da war ganz schön was los und der Lautstärkepegel stieg enorm an.

Tiefschlaf aus dem Hochgebirge

Die Alpenzirbe

In all dem Trubel gab es aber auch einen kleinen feinen Stand, der uns verweilen lies. Stephanie Semsey und Esther Narbeshuber strahlen uns an. Unter dem schönen Namen „Alpenzirbe“ verkaufen sie ihre handgenähten Kissen, aus Bio-Baumwolle mit sehr ansprechenden Mustern und gefüllt mit wohlriechenden Zirbenschnitzeln aus dem Hochgebirge. Warum Zirbelschnitzel? Laut einer Studie des Joanneum in Graz zeigten sich die positiven Eigenschaften der Zirbe, die eine bessere Schlafqualität, reduzierte Herzfrequenz und mehr Erholung versprechen. Wir haben gleich mal zwei wunderschöne Exemplare zum Testen mitgenommen, denn guten und erholsamen Schlaf können wir wirklich gut gebrauchen. Probiert’s mal aus. Man kann die Kissen der Alpenzirbe auch Online bestellen.

Im Obergeschoß zwischen einem großen Stand mit Taschen,  Tee’s, Gewürzen und Kunsthandwerk aus Madagascar und einem Stand an dem Chili-Öl aus Ruanda zum testen und kaufen angeboten wurde, gab es süße Köstlichkeiten aus Italien und gegenüber vier Spinnerinnen aus Oberhaching. Wie wir erfahren, spinnen sie gemeinsam an ihren Spinnrädern Wolle aus der Region, um dies schöne Handwerk zu erhalten und sich zusätzlich beim Spinnen zu entspannen und auszutauschen. Eine schöne Sache.

Bei einer Tasse Kakao aus einer der 23 verschiedenen Geschmacksichtungen von Cacao könnt Ihr die Eindrücke auf Euch wirken lassen und Euch überlegen, welches Schmankerl Ihr mit nach Hause nehmt…

Ein bisschen wirkt der Markt schon wie eine Miniaturausgabe des Münchner Tollwoods, allerdings werden fünf Euro Einttritt verlangt. Drei Euro fänden wir besser.

Markt der Sinne auf der Praterinsel München. Zu Ostern und im Herbst: www.markt-der-sinne.com

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