Gute Aussichten! – Besser

Das Museum für Fotografie zeigt ab 10. November 2011, was die Nachwuchsfotografen aus Akademien, Fachhochschulen und Hochschulen umtreibt. Und jetzt auch wirklich aktuell, dank Stefan Bechts Hinweis! Vielen Dank.

Mueseum für Fotografie Berlin - Ausstellung: Gute Aussichten

Mueseum für Fotografie Berlin - Ausstellung: Gute Aussichten, www.guteaussichten.org

Die Werke junger deutscher Nachwuchsfotografen, die Ihr im Museum für Fotografie bestaunen könnt, wurden aus Abschlussarbeiten der Absolventen ausgewählt. Sie zeigen, welche Themen die Jungen beschäftigen und wie sie sie umgesetzt haben. Der momentane Stand der Dinge sozusagen. Sie sezieren die Gesellschaft und ihre Eigenarten.

Sebastian Lang beschäftigt sich mit dem so genannten „Norm-Ort“ in Hassloch in der Pfalz. Wer da wohnt, konsumiert und lebt, stellt laut der Gesellschaft für Konsumforschung den Bundesdeutschen Durchschnitt da. Sebastian Lang hat eine Serie produziert, bei dem einem ganz gespenstisch ums Herz wird.

Sara-Lena Maierhofer  widmet sich der Gestalt eines Hochstplers in Form von Christian Karl Gerhartsreiter, auch bekannt  als Clark Rockefeller in den USA ein äußerst 2008 Wurde er nach einigen Jahrzehntem süßem Leben vom FBI als Hochstapler entlarvt. An 66 Bildern beleuchtet sich Gestalt und Geschichte und wir kommen nicht umhin zu fragen, ob in jedem von uns nicht auch etwas Hochstapler steckt. Zur Abrundung gibt es einen Hochstapler-Toast.

Inform, so der Titel der Arbeit von Johannes Post, der in zwei großformatigen Tableaus unsere so genannte „zweite Haut“ seziert. Schnittmuster in 36 Bild-Querschnitten,  die auf diesen beiden Tableaus in je 18 Abbildungen angeordnet sind. Sehr Uniform.

Luise Schröder legt ihr „Arbeit an einem Mythos“ vor. Zweimal Dresden als zerstörte Stadt einmal ausgebombt und einmal überflutet. Wie sieht es mit unserer Wahrnehmung von Geschichte aus?, fragt sie uns in ihren sieben Archiv-Prints. Hier könnt ihr Wahrheit und Mythos etwas näher kommen, wenn Ihr wollt.

Alles reiner Zufall! Das ist ganz schön mutig. Miriam Schwedt hat eine fünfteilige Arbeit, aus 20 Einzelmotiven erstellt. Bei „Ohne Titel“ dreht es sich um die Verfremdung der Wirklichkeit und ihre mit speziellem Herstellungsverfahren abgezogenen Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache.

Abschnitt, Zuschnitt, Aufschnitt, gerade letzteres klingt nach Wursttheke. „Im Angesicht“, die Arbeit von Julia Unkel, thematisiert die Fleischindustrie, also Schlachthöfe und Schlachtereien als blutiges Geschäft in klinisch-sterilen Orten. Buah! Aber eben auch ein Thema, mit dem wir uns wirklich auseinandersetzen sollten, denn es heißt ja nicht umsonst: Du bist, was du isst. ganz anderer Art geht es Julia Unkel (FH Dortmund) in ihrer Arbeit Im Angesicht.

Weitergeschnibbelt wird bei Franziska Zacharias, allerdings viel architektonischer. In ihrer Serie le noir familier geht es um Schnittflächen und Flächenschnitte, bei einem Modell, dass sie eigens gebaut und in Szene gesetzt hat. Entstanden sind fünf großformatige Bildräume, die die klare Unterscheidung zwischen Raum und abstraktem Bild nicht immer zulassen.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich und wer nicht nach Berlin kommt, kann Ausstellung dann demnächst auch in Washington D.C., in Innsbruck, in Hamburg, in Strassbourg, in Köln und auf der Buchmesse 2012 in Frankfurt am Main anschauen.

gute aussichten – junge deutsche fotografie 2011/2012
Donnerstag 10. November 2011 bis Sonntag 29. Januar 2012
BERLIN // Museum für Fotografie
Jebensstrasse 2,
10623 Berlin

Ausser dem Blick in die Zukunft der Fotografie, könnt Ihr in Berlin auch zurückschauen, auf die Fotografie in Berlin um 1921. Gestern und Heute.

Sebastian Lang beschäftigt sich mit dem so genannten „Norm-Ort“ in Hassloch in der Pfalz. Wer da wohnt, konsumiert und lebt, stellt laut der Gesellschaft für Konsumforschung den Bundesdeutschen Durchschnitt da. Sebastian Lang hat eine Serie produziert, bei dem einem ganz gespenstisch ums Herz wird.
Sara-Lena Maierhofer  widmet sich der Gestalt eines Hochstplers in Form von Christian Karl Gerhartsreiter, auch bekannt  als Clark Rockefeller in den USA ein äußerst 2008 Wurde er nach einigen Jahrzehntem süßem Leben vom FBI als Hochstapler entlarvt. An 66 Bildern beleuchtet sich Gestalt und Geschichte und wir kommen nicht umhin zu fragen, ob in jedem von uns nicht auch etwas Hochstapler steckt. Zur Abrundung gibt es einen Hochstapler-Toast.
Inform, so der Titel der Arbeit von Johannes Post, der in zwei großformatigen Tableaus unsere so genannte „zweite Haut“ seziert. Schnittmuster in 36 Bild-Querschnitten,  die auf diesen beiden Tableaus in je 18 Abbildungen angeordnet sind. Sehr Uniform.
Luise Schröder legt ihr „Arbeit an einem Mythos“ vor. Zweimal Dresden als zerstörte Stadt einmal ausgebombt und einmal überflutet. Wie sieht es mit unserer Wahrnehmung von Geschichte aus?, fragt sie uns in ihren sieben Archiv-Prints. Hier könnt ihr Wahrheit und Mythos etwas näher kommen, wenn Ihr wollt.

Alles reiner Zufall! Das ist ganz schön mutig. Miriam Schwedt hat eine fünfteilige Arbeit, aus 20 Einzelmotiven erstellt. Bei „Ohne Titel“ dreht es sich um die Verfremdung der Wirklichkeit und ihre mit speziellem Herstellungsverfahren abgezogenen Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache.

Abschnitt, Zuschnitt, Aufschnitt, gerade letzteres klingt nach Wursttheke. „Im Angesicht“, die Arbeit von Julia Unkel, thematisiert die Fleischindustrie, also Schlachthöfe und Schlachtereien als blutiges Geschäft in klinisch-sterilen Orten. Buah! Aber eben auch ein Thema, mit dem wir uns wirklich auseinandersetzen sollten, denn es heißt ja nicht umsonst: Du bist, was du isst. ganz anderer Art geht es Julia Unkel (FH Dortmund) in ihrer Arbeit Im Angesicht.
Weitergeschnibbelt wird bei Franziska Zacharias, allerdings viel architektonischer. In ihrer Serie le noir familier geht es um Schnittflächen und Flächenschnitte, bei einem Modell, dass sie eigens gebaut und in Szene gesetzt hat. Entstanden sind fünf großformatige Bildräume, die die klare Unterscheidung zwischen Raum und abstraktem Bild nicht immer zulassen.

(550 Posts)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.