Fußnoten

…heisst das 1971 veröffentlichte Werk von Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg und das ist nicht etwa der von heute, sondern der von gestern. Der Opa ein Visionär?

Auf expliziten Hinweis von Christoph, möchten wir Euch heute ein kleines Kuriosum präsentieren. Nennen wir es das Fundstück der Woche. Also, der Opa von unserem Verteidigungsminister heißt Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg .  Er wurde 1921 geboren, war nicht nur CSU-Politiker sondern 1946 auch mitbegründer dieser Partei.

Neben seiner Arbeit um die Verwaltung seiner Ländereien in Franken, seiner Hotels und Kureinrichtungen und dem Deidesheimer Weingut Reichsrat von Buhl, stieg er in der CSU Treppchen für Treppchen hinauf. Vom Mitbegründer wurde er zum Vorstand auf Bezirksebene, dann des Landes und war dann von 1957 bis zum 6. Juni 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. Trotz seiner Krankheit war er bis 1969 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

1971 veröffentlichte er sein Buch „Fußnoten“, dass im Verlag Seewald Stuttgart erschien. Hinter diesem „visionären“  Titel verbergen sich Lebenserinnerungen – auch Autobiographie genannt. Sicher ist es sehr lesenswert, denn das Leben dieses Herrn scheint richtig  interessant, gerade in seinem zeitgeschichtlichen Bezug.

1972 starb Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, da war sein Enkel, Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, 10 Monate und einen Tag alt und konnte noch nicht lesen und schreiben.

Im Zuge der aktuellen Debatte um copypaste in der Doktorarbeit dieses Enkels, finden wir das Fundstück der Woche natürlich den Hit.

Wir möchten aber auch zu denken geben, dass es sich in derartigen Arbeiten um eine Ausarbeitung im Fach Jura handelt und es sich keineswegs vermeiden lässt, Zitate und Belege zu verwenden. Nur muss man diese halt auch zitieren, also als Zitat kennzeichnen und das wiederum mit einer Fußnote an der jeweilig richtigen Stelle. Wer mehr über das richtige Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten erfahren möchte nehme als Beispiel dieses PDF.

Beim Erarbeiten von Doktorarbeiten werden Berge von Material verschlungen, gesammelt und durchgearbeitet. Beim Verfassen von Doktorarbeiten entstehen nicht enden wollende Materialmoränen, die Räume füllen können – es sei denn man hatte einen Ghostwrighter, dann liegt das ganze Zeug bei ihm rum. Da kann es schon mal passieren, dass man Passagen im Kopf hat, die so schon mal Jemand anders formuliert hat ; ).

Unfair wäre es natürlich, wenn nach den Skandalen um die Bundeswehr und ihre Mannen ein weiterer Skandal absichtlich hochstilisert wird. Da drängt sich die Frage auf: Was zaubern seine „Feinde“ als nächstes aus dem Hut? Ist er vielleicht gar nicht adlig? Ist er seiner Frau nicht treu? Färt er mit einer Maß intus noch Auto? Isst er keine Weißwurst?

Sei es, wie es ist. Wir sind gespannt wie es weitergeht…Das war das Wort zum Samstag ; )

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und danken Christoph für den Fund der Woche

Bildquelle: Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg: „Fußnoten“, 1971 Verlag Seewald Stuttgart

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One thought on “Fußnoten

  1. Christoph

    Bleibt der Enkel nun eine Fußnote in der Geschichte oder bekommt er trotz fehlender eine Hauptrolle in dieser zugeteilt?

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