Filmfestival von Venedig

Zum 68. Mal treffen sich die Stars und Sternchen, zeigen ihre Werke und keiner scheint richtig vergnügt und zufrieden – außer vielleicht George Clooney, aber der ist ja jetzt schon wieder weg.

Filmfestival von Venedig

Filmfestival von Venedig, www.labiennale.org/en/cinema/

Genrekino würde man vermissen, denn noch hätte man keine Thriller, Actionfilme und Krimis gesehen und von „Hollywood satt“ könne auch keine Rede sein. Anspruchsvolles Kino für das Bildungsbürgertum hätte man bisher nur gesehen. Naja, es kommen noch ein paar Filme und da sind bestimmt auch wieder flache dabei – so vom Niveau her vielleicht wie „Cowboys und Aliens“, der Wahnsinnseinfall!

George Clooney ist zwar schon wieder weg, hat aber mit seinem Film „Die Iden des März“, einem Wahlkampf-Drama, das Filmfest eröffnet. Roman Polanski, der ja momentan reisetechnisch leider unpässlich iist und daher nicht selbst dabei – schickt seine verfilmte Adaption „Der Gott des Gemetzels“ nach einem Bühnenstück von Yasmina Reza ins Rennen.

David Cronenberg beschäftigt sich in „A Dangerous Method“ mit den Psychoanalytikern Freud, Jung und Spielrein. Und dann kommt auch noch eine bestens gelaunte Madonna, die mal zur Abwechslung Regie geführt hat, und zwar bei ihrem Film „W. E.“, über die Frau von Edward VIII., der eigentlich britischer König geworden wäre, hätte er die bürgerliche Amerikanerin Wallis Simpson geheiratet und dafür auf den Thron verzichtet. Madonnas Film läuft außer Konkurrenz.

Seit 1932 – mit Unterbrechungen – gibt es nun das Filmfestival von Venedig. Immer gab es da die Skandale und Skandälchen die die Stars und Sternchen ins Gespräch brachten. Warum sollte es in diesem Jahr anders sein. Das kommt schon noch, bis 10. September ist ja noch Zeit.

Wir dürfen nicht vergessen, uns in punkto Niveau noch mal die Maxime des Filmfestivals von Venedig in Erinnerung zu besinnen: „Das Ziel des Festivals ist es, das Bewusstsein zu schärfen und alle verschiedenen Aspekte des internationalen Kinos in all seinen Formen: als Kunst, Unterhaltung und als eine Industrie, in einem Geist der Freiheit und Toleranz zu zeigen. Das Festival umfasst Retrospektiven und Hommagen an Hauptakteure als einen Beitrag zur Sensibilisierung für die Geschichte des Kinos.“

Alles zum Filmfestival von Venedig, zur Biennale di Venezia, findet Ihr auf der Festivalseite.

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