Faire Stadt

So genannte „Fairtrade Towns“ gibt es bereits in Großbritannien, Australien, Belgien, Schweden und vielen weiteren Ländern. Nun ziehen deutsche Städte nach und stellen sich dem Wettbewerb. Frankfurt am Main hat die Auszeichnung schon geholt – und zwar als erste Metropole!

Fairtrade TownsWas zu tun ist, wenn man fair sein will

Was Städte und Gemeinden dafür tun müssen, können sie seit 2009 bei TransFair, dem Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V. erfahren und sich dort auch als Teilnehmer registrieren. Auch das nötige Material, um bei Bürgern und Unternehmern ihrer Städte, Kreise und Gemeinden aufzuklären, können sie hier anfordern.

30 Teilnehmer aus Deutschland hat der Wettbewerb bereits und Städte, wie Saarbrücken, Neuss, Dortmund und Marburg, oder auch Frankfurt am Main machen mit und versuchen die fünf Kriterien nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.

Mit gutem Vorbild voran

Die Frankfurtern können übrigens einfach so weitermachen, wie bisher, denn sie, bzw. die Stadt Frankfurt am Main hat als erste deutsche Metropole den Titel „Fairtrade Town“ geholt und wurde am 24.01.2011 ausgezeichnet. Ihre wohl verdiente Urkunde können sich die Frankfurter bei Oberbürgermeisterin Petra Roth im Rathaus anschauen, sie hat sie nämlich von Dieter Overath, dem Geschäftsführer von TransFair e.V., entgegen genommen.

Immer fair bleiben

Was Frankfurt am Main dafür alles in die Tat umgestezt hat? Bei allen städtischen, kommunalen Meetings und anderen Veranstaltungen wird nur noch Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt. Auch air gehandelter  Tee, Orangensaft, Zucker, Honig, Keksen, Schokolade, oder auch Kakao kann eingesetzt werden.

Gemeinsam fair werden

Außerdem gibt es einen tatkräftigen Arbeitskreis, mit Vertretern aus verschiedenen städtischen, kommunalen und religiösen Gruppen, der sich um sämtliche Aktionen rund um das Fairtradekonzept der Stadt kümmert und es vertritt.

Fair auch fair verkaufen

Beim dritten Kriterium ist der lokale Einzelhandel gefragt. Möglichst viele Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und Cafés müssen gesiegelte Produkte aus fairem Handel mit Ländern der so genannten dritten Welt anbieten und das sind in Frankfurt am Main immerhin 130 Läden und 61 Cafès, Restaurants und sogar Bäckereien.

Fairness weitergeben

Auch die öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Ämter, Kirchen und auch Vereine stellen sich um und verwenden zum einen Fairtrade-Produkte, zum anderen leisten sie aber auch die nötige Bildungsarbeit und wecken Engagement und Zivilcourage.

Sich fair zeigen

Was die lokalen Medien betrifft, seien es Fernsehsender, Radiesender, Verlage, Blogger oder andere, so sind sie aufgefordert über die Aktionen rund um den Fairtrade-Wettbewerb und alles, was in der Stadt, der Gemeinde, oder in der Kommune in diesem Rahmen alles bewegt wird. Die Frankfurter machen auch da kräftig mit!

Wie sagt man noch zu Frankfurt? Multikulturelle-Monetäre-Main-Metropole und jetzt ausgezeichnet fair noch dazu! Wow!

Ist Eure Stadt auch schon dabei? Wenn nicht, dann klopft mal an die Tür Eures Bürgermeisters und hakt da mal nach. Auf geht’s!

TS

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