Diane Arbus – Fotografie im Martin-Gropius-Bau Berlin

Unverfälscht, das Vertraute im Exotischen, Mann, Frau, Transvestit, Kinder, Artisten, Nudisten, Promis – Stichworte, die uns zu den Fotografien von Diane Arbus einfallen. Nun zeigt der Martin Gropis-Bau in Berlin eine Ausstellung zu ihrem Werk.

Diane Arbus lebte von 1923 bis 1971 in New York und Greenwich Village.  Sie war die erste Fotografin, deren Werke 1972 auf der Biennale ausgestellt wurden. Das Museum of Modern Art würdigte sie mit einer Retrospektive. 1977 waren ihre Bilder sogar auf der Documenta 6 in Kassel zu sehen. Leider bekam sie das nicht mehr mit, da sie 1971 nach einer Zeit der Krankheit und Depression Sebstmord begang.

Zwei Damen im Automatenrestaurant, N.Y.C. 1966   © The Estate of Diane Arbus

Zwei Damen im Automatenrestaurant, N.Y.C. 1966, © The Estate of Diane Arbus

Sie schoß Fotoreportagen für bekannte Magazine, und löste gleichzeitig mit ihren unverfälschten Bildern von Menschen eine Art Revolution in der Fotografie. Sie zeigte Menschen, wie sie sind. Sie zeigte uns das Besondere an mehr oder weniger Vertrautem in ihren Bildern eine Art zeitgenössische Anthropologie. Sie erkundete das Verhältnis zwischen Schein und Identität, Vision und Glaube, Theater und Realität.

Im Martin-Gropius-Bau könnt Ihr Euch eine Auswahl von etwa zweihundert Fotografien anschauen. Auch der Künstlerin selbst, dem Menschen hinter den Werken könnt ihr Euch annähern, denn auch ihr Leben wird beleuchtet.

Die Ausstellung des Jeu de Paume, Paris, gelang in Zusammenarbeit mit The Estate of Diane Arbus LLC, New York und mit Beteiligung des Martin-Gropius-Bau Berlin, dem Fotomuseum Winterthur und dem Foam_Fotografiemuseum Amsterdam.

Diane Arbus
Martin-Gropius-Bau
22. Juni bis 23. September 2012

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