Das Jahr in dem ich aufhörte mir Sorgen zu machen und anfing zu träumen

Alle Sicherheiten sind endgültig verloren. Thomas von Steinaecker zeichnet in seinem Roman ein treffendes und zugleich gespenstisches Bild unserer Gegenwart. Ziemlich Skurril.

In dem Roman Das Jahr, indem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen und anfing zu träumen von Thomas von Steinaecker ist die Protagonistin eine 42-Jährige Versicherungsangestellte, die kaum Grund zum Lachen hat, weil sie zu viele Sorgen quälen. Sie heißt Renate Meißner, wird befördert und gewinnt für ihre Versicherungsgesellschaft einen großen Auftrag. Es wird in diesem Business hart gekämpft und eh schon über Leichen gegangen. Kaum zum Aushalten!

Wenn es im Job schon so krass abgeht, sollte doch zumindest das Privatleben Zuflucht, Geborgenheit und Möglichkeiten zum Energie tanken bieten, denken wir jetzt, aber so ist es bei Renate Meißner nicht. Selbst ihre Freundin ist ihre Feindin. Ihr Partner lässt sie abblitzen und ist für ihre Versetzung in eine andere Stadt zuständig.

Sie scheint in Job und Privatleben alles zu verlieren. Denn eine Evaluierung in der Versicherung ergibt auch noch, dass in Meißners neuer Abteilung Stellen gestrichen werden. Doch eine Auftraggeberin will nur mit ihr als Vertreterin arbeiten, um ihr Unternehmen zu versichern. Meißner reist nach Moskau und besucht die Auftraggeberin, die ein Vergnügungspark-Imperium besitzt, weil sie mehr erfahren möchte. Mit dem Treffen auf die alte Dame, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Welcher Wirklichkeit ist zu trauen?

Wir werden das Gefühl nicht los, dass es auch ein Flucht-Roman ist. In jedem Fall ist er arbeit. Aber diese Arbeit lohnt sich.

Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen von Thomas von Steinaecker
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
ISBN: 978-3-10-070408-5
19,99 €

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(550 Posts)

One thought on “Das Jahr in dem ich aufhörte mir Sorgen zu machen und anfing zu träumen

  1. john doe

    boah, was für eine schlechte rezension! man sollte das buch auch mal lesen und erst dann etwas schreiben…

    renate meißner gewinnt den großen auftrag nicht! sondern reist nach samara (nicht moskau), um ihn zu gewinnen. auch die anderen beschreibungen passen nicht zu dem buch…

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