Christoph Schlingensief auf der Biennale 2011

Christoph Schlingensief ist als Künstler für den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2011 berufen. Wie er den Pavillon bespielen wird, ist noch nicht klar. Sicher brütet er schon über einigen Ideen.

Kultfetzen- Bühne: Christoph Schlingensief auf der Biennale 2011

Er ist Radikal, er ist umstritten und er ist viel zu häufig unverstanden. Christoph Schlingensief macht nicht nur Theater, er macht auch Oper und sogar Film, manchmal auch alles zusammen. Sein aktuelles Werk ist „Via Toleranza II“. In Burkina Faso arbeitet er an einem Operndorf. Auf der Ruhrtriennale zeigt er „Smash“. Noch in diesem Jahr wird er „Metanoia – über das Denken hinaus“ uraufführen.

Nun ist er berufen, den deutschen Pavillon auf der Biennale 2011 in Venedig zu bespielen.  Wir sind uns sicher, das er ausreichend Ideen haben wird, um den Pavillon zu einem Zuschauermagneten zu machen, damit er ein Ort der Kommunikation und des kosmopolitischen Geschehens wird. So, wie es einst seine „Church of Fear“ war, die er 2003 in den so genannten Giardini eingerichtet hatte.

Die Kuratorin des deutschen Pavillons auf der Biennale 2011 ist Susanne Gaensheimer. In Frankfurt ist sie Direktorin des Museums für Moderne Kunst. Christoph Schlingensief und sie kennen sich noch nicht persönlich. Hoffentlich werden sie sich gut vertragen. Wir werden sehen.

Ein Blick in den Schlingenblog bietet die Möglichkeit mehr über Christoph Schlingensief und seine Welt zu erfahren.

TS

Anmerkung der Redaktion: Wir trauern um Christoph Schlingensief, der am 21. August 2010 im Kreise seiner Familie viel zu früh verstorben ist und doch so viele Spuren in dieser Welt hinterlässt.

(550 Posts)