Beste Lage in Frankfurt am Main

Auf der Zeil in Frankfurt am Main wird weiter gebaut. Viele Gebäude aus den 1950er Jahre weichen neuen, zum Teil futuristischen Bauten und Einkaufstempeln. Wichtig wäre ein harmonischeres Straßenbild und eine Atmosphäre, die zum Verweilen und gemülichen Einkaufen einlädt.

Die Zeil ist jetzt nicht unbedingt eine Einkaufstrasse, die durch ein besonders schönes Häuserensemble besticht und wahre Wohlfühlatmosphäre bietet. Aber, man arbeitet daran. Weite Teile Frankfurts lagen nach dem Krieg in Trümmern. Vorherige Gebäude wurden zumeist nicht rekonstruiert, sondern in den 50er Jahren durch neue, damals zeitgemäße Häuser ersetzt.

Was damals schick und modern war, ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Viele Architekten scheuen eine Sanierung der

Bauten aus den 1950er Jahren, weil sie selten gelingt.

Das HAKO Haus auf der Frankfurter Zeil - Bild: www.gertler.de

Das HAKO Haus auf der Frankfurter Zeil - Bild: www.gertler.de

Auch das Haus mit der Nummer 123, indem der Traditions-Schuhhändler HAKO untergebracht war, ist aus den 50er Jahren und es hatte Tradition an dieser markanten Stelle. Jetzt wird der Bau abgerissen und einem kompletten Neubau weichen. Die Besitzer des Gebäudes, die Moritz Gertler Immobiliengruppe,hat seit 2008 versucht die oberste Etage des Gebäudes als Praxis- oder Büroräume zu vermieten. Seit 2009 stand diese Etage leer und war entkernt, wie es dem Exposé zu Haus Nr. 123 auf der Zeil zu entnehmen ist. Nun hat die Gertler Immobiliengruppe ihre Pläne geändert und bereits dem neuen Planungsdezernet der Stadt Frankfurt, Olaf Cunitz von den Grünen, vorgestellt.

Der Entwurf zum Neubau zeigt ein Gebäude, das ein Stück weiter nach vorne an die Treppenabgänge zur B-Ebene gerückt ist, sich zu den E-Kinos hin öffnet und eine Art Foyererweiterung darstellt. Fünf Etagen und zwei zurückgesetzte Staffelgeschosse soll das Gebäude bekommen. Für drei Etagen sind Läden geplant und im Erdgeschosses soll ein Café einziehen. Neben großen Glasfronten soll die leicht geschwungene Fassade wieder mit hellen Natursteinen verkleidet werden und einladend wirken.

Der Entwurf zu diesem neuen Gebäude kommt aus dem Architekturbüro msm Meyer Schmitz-Morkammer, die auch schon für den Um- und Neubau anderer Frankfurter Gebäude, verantwortlich waren. Dazu zählen zum Beispiel, das Haus am Goetheplatz 2, der Neubau der Frankfurter Volksbank, das so genannte Office 27 Gebäude im Europaviertel, die Sanierung der historischen Villa Metzler, das Clementine Kinderhospital und einiges mehr. Die Stärken des Büros liegen vorwiegend im Bereich von Büro- und Einzelhandelsgebäude und weniger im Sonderbau oder gar Krankenhausbau.

Da die Immobilengruppe Moritz Gertler ihren Sitz selbst in Frankfurt hat, wird durchaus ein Interesse daran bestehen – so hoffen wir jedenfalls – ein Gebäude zu errichten, das sich harmonisch in den Bestand eingliedert und in seinem Bereich die Frankfurter Zeil aufwertet. Vielleicht wird das Gebäude sogar einen kleinen Teil dazu beitragen, doch noch eine Art Wohlfühlatmosphäre auf der Zeil zu schaffen, die Kunden anzieht, verweilen und gerne dort einkaufen lässt. Mal sehen.

(550 Posts)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.