Antiidiotikum

Welch ein Segen, es gibt doch Mittel dagegen!
Es gibt so Phasen, da droht man in Depressionen zu verfallen, weil man den Glauben an die Menschheit in harmonischerem Miteinander verlieren möchte. In diesen Phasen kreuzen häufig Idioten deinen Weg.

AntiidiotikumEs ist ein bisschen so, wie die Sache mit dem Baum bei Hunden. Da nämlich kommt einer, pinkelt an den Baum und markiert ihn, um zu zeigen: meins! Und dann beginnt der Teufelskreis für den armen Baum, der fortan darum kämpfen muss nicht zu übersäuern. Kurz darauf kommt nämlich der nächste Hund, riecht die Markierung am Baum und denkt sich: Nö! Nicht deiner, sondern meiner! Und er markiert drüber. Und dann kommt der Nächste und der Nächste und der Nächste…das geht so lange, bis die Hunde nach einer Weile das Interesse an den Besitzansprüchen für ebendiesen Baum zu Gunsten eines größeren und schöneren Baums verlagert haben und dann eben der größere und schönere Baum dran ist. Aber das passiert ja nicht nur mit Hunden und Bäumen, sondern auch bei Kindern und ihrem Spielzeug, Unter Lehrern und deren Klassen, beim mittleren Management und deren Sportambitionen, mit Herrschern und deren Territorien und eben bei dir und manchen Idioten.
Hat dich einmal ein Idiot sozusagen markiert rutschst du automatisch in eine mieses Phase, die manchmal Tage, manchmal Wochen und bei manch armem, gebeuteltem Mensch sogar Jahre anhalten soll.

Wie auch immer, Ihr wisst, worum es geht.

Idiot Nummer eins, beziehungsweise eigentlich gleich eine ganze Idiotenfamilie, bittet darum ihren derzeitig vorherrschenden Empfindungszustand vor dem Start irgendeines Fahrzeugs und der damit verbundenen Teilnahme am Straßenverkehr in ihrem Reich zu eruieren, damit wir wissen, was wir zu tun haben und vor allem, wie schnell wir wo zu fahren haben, denn Verkehrsschilder berühren ja ihren derzeitigen Gemütszustand nicht. Klingt doch logisch!

Idiot Nummer zwei, Teil 1: Ist es die feine französische Art in fremden Hängematten an sich herumzuspielen?
Idiot Nummer zwei, Teil 2: Ja, es klingelt ein Wecker um 3 Uhr morgens aus deinem Rucksack, obwohl alle schlafen wollen und das obwohl du behauptest, du hättest keinen.
(Nach dem dritten Klingelintervall, schnappt sich der „Held der Nacht“ den verdammten Rucksack, aus dem es ständig klingelt sucht und findet das Corpus Delicti und reisst die Batterien heraus. Danke.)
Idiot Nummer zwei, Teil 3: Ist es die feine französische Art, nachts die Toilette nicht zu finden und an einen Baum, an die Handtücher anderer Leute und deren Zelt zu pinkeln, nur weil man die Augen nicht aufkriegt?

Idiot Nummer drei hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und deshalb eine w-line für den Hund erfunden. Der Clou: wir armen Unwissenden können die Leine seines Hundes zwar nicht sehen, aber er ist in jedem Fall angeleint, denn er ist schließlich Spiesser und bellt am Lautesten, wie der Herr so’s Gescherr. Und fragt man ihn – mit seinem unter Bluthochdruckstehenden roten Kopf – so sei unser Hundefreund hingegen ein freilaufender, verkorkster Hippie-Punk-Anarcho, der kaputt macht, was ihn kaputt macht… Here we go!

So, was kommt jetzt und vor allem wer?  Wer stellt sich morgen in den Ring, der dem Nabel der Welt gleich zu kommen scheint? Kommt schon, das waren doch erst drei?! Ist die Phase morgen schon vorbei?! Vielleicht aber wirkt ja auch das Antiidiotikum schon ein wenig. Habe es leider erst heute im Netz entdeckt. ; )

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